Das Thema "Umgang mit dem Sterben" ist in unserer Gesellschaft sehr aktuell. Das unlängst publizierte Interview mit Niki Glattauer, in dem dieser über seinen bevorstehenden assistierten Suizid gesprochen hat, hat viel Aufmerksamkeit erregt.
Unser Freund Dr. Reinhard Lenzhofer hat einen sehr spannenden Impulsvortrag zum Thema "Assistierter Suizid" gehalten. Er hat dabei einen breiten Bogen von der Philosophie der Antike bis heute gespannt. Im Zentrum standen die ethischen Fragestellungen, die dabei von der Gesellschaft zu klären sind. Deutlich wurde dabei, dass jedenfalls nicht die Mängel im Gesundheitssystem dazu führen sollen. Vielmehr gilt es, die Palliativmedizin weiter auszubauen.
Die anschließende Podiumsdiskussion wurde, ebenso wie der gesamte Abend, von unserer Freundin Dr. Doris Fuschlberger moderiert.
Einen sehr spannenden Beitrag hat dabei unser rotarischer Freund Mag. Thomas Russegger beigetragen, der sich in seinem Berufsleben intensiv mit Patientenverfügungen und ethischen Fragestellungen beschäftigt hat. Sehr anschaulich konnte er dem Publikum näherbringen, wie sich in den letzten Jahrzehnten die Bemühungen, den Willen der Patienten am Lebensende einzubeziehen, verbessert haben.
Einen weiteren sehr spannenden Beitrag hat unser Freund Dr. Heinrich Thaler aus seinem Berufsleben als Palliativmediziner und in der Ethikkommission eingebracht. Sehr eindrücklich konnte er schildern, wie sehr Ärzte und Pflegepersonal im Alltag sich darum bemühen, das Sterben gut zu begleiten.
Einig war sich das Podium, dass die Palliativmedizin in Österreich während der letzten Jahrzehnte verbessert wurde und dennoch weiteres Verbesserungspotential besteht. Die Alterung der Gesellschaft führt zu einem starken Kostendruck im Gesundheitssystem. Im Zentrum unserer Bemühungen steht einerseits das gute Leben so lange wie möglich zu erhalten und den Menschen die Betreuung und Pflege im Alter zu gewährleisten.
Es war ein sehr gut besuchter Abend und im Anschluss gab es intensive Gespräche.